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Um die Begründung des Kirch- und Pfarrwesens haben die Besitzer der 2 Rittergüter in Malschwitz besonderen Verdienst gehabt. Sie werden bei Kirchenbau und Erhaltung des Kirchenvermögens, bei Ausstattung der Pfarrstelle mit Grundbesitz und Naturalbezügen mitgewirkt haben. Einzelheiten aus früherer Zeit sind nicht bekannt.

                                                                                                                                                                                                

"Die Kollatoren, Sprosse aus alten adligen Geschlechtern, vornehm gesinnt, teilweise in staatlichen Ämtern stehend, weit über ihren Wohnplatz hinaus angesehen, und darüber hinausschauend weiten Blickes, üben die Obhut (Patronat) über die kirchlichen Verhältnisse. Die Pfarrer hatten an ihnen treue Helfer und mögen bei aller Ehrerbietung gegen die `hochedlen, gestrengen Herren´ engere Beziehungen mit ihnen gepflogen haben, wie wir unter  den Paten des Pfarrhauses öfters die adligen Namen der Parochie lesen"

 



Aus der Zeit vor 1756 sind die Namen folgender Patrone bekannt:

 

Besitze auf dem Rittergut Obermalschwitz

 

1650-1662 Heinrich von Metzradt

1686-1740 Hans Wolf von Metzradt

1740-1756 Hans Karl von Metzradt

 

Besitzer auf dem Rittergut Niedermalschwitz

 

um 1686 Julius Heinrich von Nostitz

1705(?)- 1721 Wolf Friedrich von Nostitz

1721-1725 Johann Andreas von Mollerstein

1725-1740 Gottlob Ernst von Gersdorf

1740- 1756 Charlotte Katharina von Lindenau, welche das Gut 1756 an oben genannten Hans Karl von Metzrad verkaufte.

 

1756-1765 hatte das Patronat als alleiniger Inhaber Hans Karl-, und 1765-1773 Hans Adolf von Metzradt, welcher seine Güter an den Grafen von Riaucour aus Gaußig verkaufte.

Seit 1773 hatte die Kollatur das dem röm.-kath. Bekenntnis zugehörige gräfliche Haus von Schall Riaucour inne, bis Ende 1915.

Mit 1916 trat das neue Kirchensteuergesetz für Sachsen in Kraft, das die kath. Besitzer von der Grundsteuer an ev. Kirchen befreite, bestimmte jedoch auch, dass die Kollatur solcher Besitzer zu ruhen habe. Somit ist für die hiesige Pfarrstelle nunmehr das ev.-luth. Landeskonsistorium zuständig.

 

 

"Das vorgenannte Haus (Schall Riaucour) hat über ein Jahrhundert die Kollatur in gerechter Weise nicht ohne gelegentliche Zuwendungen für die Kirche, wie zuletzt noch für das neue Geläut, geübt, bei dessen Einholung der Kollator selbst noch teilnahm, wie es das Dorf Malschwitz immer wieder seine Milde hat fühlen lassen."

 

 


 

 

Die Namen der letzten Kollatoren sind:

1773-1794 Andreas Reichsgraf von Riaucour

1794-1831 Henriette Gräfin von Riaucour, vermählt mit dem Grafen von Schall

1831-1869 Karl August Andreas Graf von Schall- Riaucour

1869-1889 Karl von Schall Riaucour

1889-1915 Adam Graf von Schall Riaucour

 

Das Schallsche Wappen mit -2 Löwen und einer Krone in der Mitte- befindet sich noch an der Malschwitzer Loge unserer Kirche zwischen den Wappen derer von Metzradt und derer von Gersdorf.

 

 

 

Alle Inhalte und Zitate sind entnommen:

 

Blätter zum Gedächtnis des 200jährig. Bestehens der Kirche zu Malschwitz im Jahre. 1916, Dargeboten von Pfarrer Mickel

Kirchgemeinden Malschwitz/Guttau und Quatitz