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Guttau - Hućina

Guttau - Hućina

Dichte Eichen-, Buchen-, Erlen-, Fichten- und Birkenwälder bedeckten vor rund 1400 Jahren vermutlich noch die Niederung, die heut die zur Gemeinde Guttau zählenden Dörfer beherbergt.

Noch erinnern einige sorbische Flur- und Ortsnamen , Dubina (Eichenwald), Bukoina (Buchenort), Baroć (Föhrenstelle) und Brězyna (Birkenort) an jene Zeit.

                                                                                                                                         

Wahrscheinlich ließ sich das slawische Geschlecht Gutin hier zwischen Spree und Löbau nieder, machte sich Land urbar und nannte seine Ansiedlung nach dem gemeinsamen Familiennamen "Gutin".

 

Mit Zunahme der Familienmitglieder gründete man später die 1, 5 km weiter gelegene Zweigniederlassung "Nowa Wjeska" und die damals nach offenen Lehmgruben benannten Orte Gleina (Hlina), Guhra (Hora), Denkwitz (Dźenikecy), Diehsa (Dźěže) u.a.


 

 

Als 1-2 Jahrhunderte später die von Westen her vordringenden Deutschen anfingen die wendischen Niederlassungen zu bedrohen,

 

"... dabei die Namen derselben auch auf ihre Zunge nehmend und derselben anbequemend, zu dieser Zeit muss der Wende das heutige dź wie d, h wie g auch das heutige ć wie t gesprochen haben. Aus den deutschen Benennungen vermerkter und anderer wendischer Dörfer, zu denen auch Guttau gehört, ist dies zu ersehen.

 

Das heutige Hućina sprach man demnach damals als Gutina und demnach schrieb man, die Endung weglassend, dafür aber den Konsonanten verdoppelnd, Guttin.1222 und auch noch 1350 findet sich diese schreibweise auf Urkunden."

 


1421 schrieb man Gotta, 1579 Gutta und noch später, die bloße Endung a zu einem zweiten Stammwort au erhebend, Guttau - geleitet hierbei von dem Bestreben, den Namen einer wendischen Ortschaft, dessen Ursprung man nicht mehr verstand, so abzuändern, das sie dem deutschen Ohr und Auge genügte.

  

Guttau kam hierbei noch recht gut weg, wenn man bedenkt, das aus Stróźišćo, was soviel wie Wachtposten bedeutet Strohschütz wurde und aus Lichan (heut Spreewiese) wurde zeitweilig Leichnam.

 

 

                                                                                                                                                                        

 

 

Alle Inhalte und Zitate sind entnommen:

Neue Sächsische Kirchengallerie, Die Diöcesen Bautzen und Kamenz, bearbeitet von der geistlichen Diöcese, Verlag von Arwed Strau, Leipzig

Die Parochie Guttau, bearbeitet von Pfarrer Johann Andreas Mättig

 

Kirchgemeinden Malschwitz/Guttau und Quatitz